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SooĂź
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Sooß ist eine Marktgemeinde mit 1077 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Baden in Niederösterreich.

Contents

• Geografie
• Gliederung
• Geschichte
• Berufspendler
• Verkehr
• Politik
• Gemeinderat
• Wappen
• Sonstiges
• Literatur
• Weblinks

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Geografie

Sooß liegt in der Thermenregion in Niederösterreich am Rand der Alpen gegen das Wiener Becken. Nördlich von Sooß liegt Baden bei Wien, südlich Bad Vöslau. Das Gebiet steigt vom Wiener Becken im Osten in einer Höhe von 250 Meter über dem Meer nach Westen auf über 700 Meter an. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst rund fünfeinhalb Quadratkilometer. Mehr als die Hälfte der Fläche sind bewaldet, fast ein Viertel sind Weingärten, zehn Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.cite-ref-1[1]

Gliederung

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden.

Nachbargemeinden

Geschichte

Im Mesozoikum war das Gebiet von einem Meer ĂĽberflutet. Die Ăśberreste kleiner Lebewesen und die Ablagerungen aus dem umliegenden Festland schufen einen stark lehmigen Boden, der die Basis fĂĽr den Weinbau ist.

Funde aus der Zeit zwischen 3000 und 2200 vor unserer Zeitrechnung belegen, dass die Gegend in der Jungsteinzeit von Menschen besiedelt wurde.

Bereits zur Zeit des Königreichs Noricum wurde hier im 2. vorchristlichen Jahrhundert Wein kultiviert. In der folgenden Zeit der römischen Provinz Noricum soll es bereits eine Ansiedlung gegeben haben. Grund für die Ansiedlung dürfte die Lage an drei Quellen gewesen sein. Aus der lateinischen Bezeichnung sassa as tres fontes (Siedlung bei den drei Brunnen) entstand der Name „Sooß“.

Erstmals urkundlich erwähnt wird Sooß um 1200 im Traditionsbuch des Zisterzienserklosters Heiligenkreuz.

Im Jahr 1319 wird auf einem von Abt Herbord von Klein-Mariazell geschenkten Grund die Annakirche gebaut.

Nach der Aufhebung des Stiftes Klein-Mariazell im Jahr 1785 fällt Sooß an die Herren von Rauhenstein und wird 1848 eine selbständige Gemeinde.

Im Jahrzehnt 1880 bis 1890 wurden sämtliche Weingärten in Sooß von der Reblaus befallen und vernichtet. Die Pflanzung von gegen die Reblaus resistenten Reben war die Grundlage für den modernen Weinbau.

Im Jahr 1957 wird SooĂź zur Marktgemeinde erhoben.cite-ref-2[2]cite-ref-0-3-0[3]

Einwohnerentwicklung

Die starke Zunahme der Bevölkerungszahl von 1991 bis 2001 beruht auf einer starken Zuwanderung.cite-ref-4[4]

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Siehe auch:

Liste der denkmalgeschĂĽtzten Objekte in SooĂź

• Katholische Pfarrkirche Sooß hl. Anna: Die spätgotische Chorturmkirche wurde im 15. Jahrhundert errichtet und zur Barockzeit verändert. Sie befindet sich im Norden des Ortes auf freiem Feld, inmitten des ummauerten, im Norden, Osten und Westen von einem Graben umgebenen Friedhofs.
• Martinekkaserne

Naturdenkmäler

• Feuchtwiese Sooß
• Feuchtbiotop Haasteich

Wirtschaft und Infrastruktur

SooĂź ist bekannt fĂĽr seinen Weinbau.

Wirtschaftssektoren

Von den 37 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 25 im Haupterwerb geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 14 der 15 Erwerbstätigen im Baugewerbe. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren der Bereich Beherbergung und Gastronomie gefolgt von freiberuflichen Tätigkeiten (Stand 2011).cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]

| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | Erwerbstätige |
|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftssektor | 2011 | 2001 | 2011 | 2001 |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 37 | 67 | 50 | 71 |
| Produktion | 3 | 5 | 15 | 33 |
| Dienstleistung | 104 | 65 | 191 | 181 |

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 1999 und 2010

Berufspendler

Von den über 500 in Sooß lebenden Erwerbstätigen arbeiten dreißig Prozent in der Gemeinde, siebzig Prozent pendeln aus.cite-ref-8[8]

Verkehr

• Eisenbahn: Durch den Osten der Gemeinde verläuft die Südbahn. Der am nähersten gelegene Bahnhof ist etwa zweieinhalb Kilometer entfernt in Bad Vöslau.cite-ref-9[9]
• Straße: Die Bad Vöslauer Straße verbindet Sooß mit Bad Vöslau im Süden und Baden im Norden. Die Südautobahn ist in etwa drei Kilometer Entfernung über die Auffahrt Bad Vöslau erreichbar.

Ă–ffentliche Einrichtungen

In SooĂź befindet sich ein Kindergartencite-ref-10[10] und eine Volksschule.cite-ref-11[11]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

• Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP und 4 SPÖ.
• Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ.cite-ref-n-grw1995-30635-12-0[12]
• Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ.cite-ref-n-grw2000-30635-13-0[13]
• Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ.cite-ref-n-grw2005-30635-14-0[14]
• Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 5 PRO, 3 SPÖ und 2 WISO.cite-ref-n-grw2010-30635-15-0[15]
• Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 8 PRO und 2 SPÖ.cite-ref-n-grw2015-30635-16-0[16]
• Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 5 PRO und 2 SPÖ.cite-ref-n-grw2020-30635-17-0[17]
• Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 3 PRO, 2 SPÖ und 1 FPÖ.cite-ref-n-grw2025-30635-18-0[18]

BĂĽrgermeister

• 1985–2005 Engelbert Fischer (ÖVP)cite-ref-19[19]
• 2005–2025 Helene Schwarz (ÖVP)cite-ref-20[20]
• seit 2025 Hermann Rauch (ÖVP)

Wappen

Im Jahr 1957 erhielt SooĂź sein Gemeindewappen.

Blasonierung: Dreigeteilter Schild mit Weintraube, Flachsbrechel und Ortskirche.cite-ref-0-3-1[3]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

• Alois Mentasti (1887–1958), Politiker (SPÖ) und Weinhauer, Abgeordneter zum Landtag, Abgeordneter zum Nationalrat und Unterstaatssekretär für Land- und Forstwirtschaft
• Leopold Fischer (1903–1982), Politiker (ÖVP) und Weinhauer
• Anton Schlager (1921–1997), Landwirt, Politiker (ÖVP) und Abgeordneter zum Nationalrat
• Josef Kolbinger (1924–1985), Wirtschaftswissenschaftler

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

• Oskar Lenz (1848–1925), Afrikaforscher, Mineraloge und Geologe
• Axel Melchior (* 1981), Politiker (ÖVP)
• Natascha Rusnachenko (* 1969), Handballspielerin
• Elisabeth Schawerda (* 1940), Lyrikerin

Sonstiges

Durch Sooß verläuft die I. Wiener Hochquellenwasserleitung.

Literatur

• Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Schöngraben bis St. Valentin. Schmidl, Wien 1833, S. 120 (Soß – Internet Archive).
• Otto Fleischmann: 750 Jahre Sooß. Festschrift zur Markterhebung 1957. Eigenverlag, Sooß 1957.
• Rudolf Maurer: "Die von Sass". Badener Beiträge zur Geschichte von Sooß. Rollettmuseum, Baden 2007, ISBN 978-3-901951-65-7.

Weblinks

Commons

: SooĂź

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

• Sooß in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)

• 30635 – Sooß. Gemeindedaten der Statistik Austria
• Website der Gemeinde Sooß
• Karl Maurovitsch: Chronik der Marktgemeinde Sooß

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Sooß, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. Januar 2021.
cite-note-22. ↑ Geschichte von Sooß. Gemeinde Sooß, abgerufen am 26. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).
cite-note-0-33. ↑ Karl Maurovitsch: Chronik der Marktgemeinde Sooß, um 1200–2006. (PDF) Marktgemeinde Sooß, S. 72–73, 78, abgerufen am 26. Januar 2021.
cite-note-44. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Sooß, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. Januar 2021.
cite-note-55. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Sooß, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. Januar 2021.
cite-note-66. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Sooß, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. Januar 2021.
cite-note-77. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Sooß, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. Januar 2021.
cite-note-88. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Sooß, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. Januar 2021.
cite-note-99. ↑ Entfernungsrechner - Entfernung berechnen und darstellen. Abgerufen am 31. August 2021 (deutsch).
cite-note-1010. ↑ Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 5. Oktober 2020.
cite-note-1111. ↑ Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 30. September 2020.
cite-note-n-grw1995-30635-1212. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Sooß. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 10. Februar 2025.
cite-note-n-grw2000-30635-1313. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Sooß. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 10. Februar 2025.
cite-note-n-grw2005-30635-1414. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Sooß. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 10. Februar 2025.
cite-note-n-grw2010-30635-1515. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Sooß. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 10. Februar 2025.
cite-note-n-grw2015-30635-1616. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Sooß. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 10. Februar 2025.
cite-note-n-grw2020-30635-1717. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Sooß. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 10. Februar 2025.
cite-note-n-grw2025-30635-1818. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Sooß. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2025, abgerufen am 10. Februar 2025.
cite-note-1919. ↑ Bescheidenes Begräbnis von Engelbert "Guck" Fischer. meinbezirk.at, 20. Juli 2020
cite-note-2020. ↑ Sooß, Bürgermeisterin. Abgerufen am 26. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).